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Kamp-Lintforter Motocrosser überzeugten bei der Deutschen Amateur-Meisterschaft.

Roland Beyer • 17. November 2019
Motocross ist den meisten Menschen in unserer Region durch das internationale Motocross am 1. Mai ein Begriff. Doch die international mit Top-Fahrern besetzen Rennen auf dem Eyller-Berg sind nur eine Facette dieser spektakulären Motorsportdisziplin.
Für Kinder und Jugendliche, die in diesen Sport einsteigen und sich weiterentwickeln wollen aber auch für die Erwachsenen, die das Motocrossfahren nicht professionell ausüben können, gibt es bundesweit 19 regionale Organisationen, die den Aktiven ein breit gefächertes Sportangebot bieten.
Der Deutsche Amateur Motocross Verband (DAMCV) ist für die Motocrossfahrer in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz eine Möglichkeit, echten Rennsport in alters- und leistungsdifferenzierten Klassen zu betreiben.
Sieben Kamp-Lintforter sind in den verschieden Meisterschaften bei den Amateuren unterwegs.

Motocross als Lifetime- und Familiensport

Allen voran Familie Lutz, die schon über 40 Jahre im Motocross aktiv ist und ein Beleg dafür, dass Motocross nicht nur Lifetime-Sport sondern auch Familiensport sein kann.
Der jüngste, Ludwig Lutz, überraschte mit dem zweiten Platz in der DAMCV-Gesamtwertung der Jugendklasse bis 65 ccm. Zudem qualifizierte sich der 11-jährige Kamper für die „Cross Finals“, in der die besten zwei Fahrer jeder der 19 deutschen Regionalserien ihren Champion ausfuhren. Das war eine super Erfahrung, die in der kommenden Saison in der 85-ccm-Klasse ihre Fortsetzung finden soll.
Der 14-jährige Bruder Gustav erreichte seine Saisonziele 2019 mehr als deutlich. Aufgrund seiner Körpergröße von 1,86 Meter saß er in diesem Jahr das erste Mal auf einem „Erwachsenen-Motorrad".
Der Youngster war damit in der Juniorenklasse so schnell unterwegs, dass bereits nach den ersten drei Rennen der Aufstieg in die nächst höhere Klasse "National" gelang.
Hier etablierte Gustav sich schnell und fuhr regelmäßig in die Top Ten. Zusätzlich startete er in der Meisterschaft "Jugend MX 2“ für Fahrer unter 18 Jahre. Dabei verfehlte er äußerst knapp den fünften Platz. 2020 soll die Erfolgskurve weiter noch oben zeigen. Auch der Aufstieg von den Nationalen in die Klasse International ist ein großes Ziel.
Parallel zu den jungen Wilden fahren Papa Thomas und sein älterer Bruder Wilhelm Lutz bei den Veteranen erfolgreich ihre Rennen. Wilhelm konnte in der Retro-Klasse „Twin Shock“ (alte Motorräder mit zwei Stoßdämpfern) auf seiner 81er Maico den zweiten Platz einfahren.
Thomas Lutz, in den 1980er Jahren selbst DAMCV-Meister und einer der besten Motocrosser am Niederrhein, lässt es jetzt bei den Veteranen (Fahrer über 50 Jahre) ruhiger angehen, erreichte immerhin den dritten Platz in der Meisterschaft.
Erfolgreich, aber leider zu selten am Start, war Stefan Thiel. Wenn dem Kamp-Linforter Unternehmer die Zeit blieb, schnappte er sich spontan eines seiner Motorräder und ging bei den Veteranen an den Start. Dann gab es Podestplätze und Pokale. Eine vordere Platzierung in der Meisterschaft war durch die sporadischen Einsätze leider nicht möglich.

Nils Heier mit Julian Zimmermann Meister bei den Sidecars

Besonders zu erwähnen ist der Meistertitel für Nils Heier in der Seitenwagen-Klasse. Sensationell fuhr der erst 17-Jährige mit seinem Beifahrer Julian Zimmermann konstant alle Rennen und wurde souverän Meister bei den Dreirädern.
Vater und Lehrmeister Holger Heier, bekannt als "Startrakete", sicherte sich im Verbund mit Beifahrer Timo Lange nicht nur den vierten Platz sondern unterstütze auch den Nachwuchs im Titelkampf.
Beim Team Heier laufen schon die Planungen für die Saison 2020. Holger und Niels Heier planen und bauen gemeinsam mit dem umtriebigen Clemens Eicker – Chef des Rayener Spezialbetriebs EATV-Racing – ein neues Gespann für Niels.
Gemeinsam mit seinem Vater Holger wird Niels wieder den Titel des DAMCV anvisieren. Zudem sind Rennen zur Europameisterschaft der Amateure und Läufe zur Deutschen Meisterschaft des DMSB vorstellbar. Die Entscheidung erfolgt, wenn die Terminpläne der Verbände veröffentlich werden.
Die Lintforter „Amateure“ freuen sich schon auf die neue Saison 2020 beim DAMCV. Das Fahrtraining wird ab Anfang März intensiviert um dann fit in die Saison zu starten.
von Roland Beyer 1. April 2025
Der Kamp-Lintforter Motorclub wurde bei der Planung des diesjährigen Motocross-Rennens mit dem Umstand konfrontiert, dass der Traditionstermin am 1. Mai durch eine enge Terminfolge von ADAC MX Masters am 26./27.4 und DM-Rennen in allen Soloklassen am 3./4. Mai in Dolle „eingerahmt“ war. Hinzu kam noch der am selben Wochenende im Niederländischen Oss terminierte WM-Lauf der Sidecars. Der Deutsche Motorsport Bund (DMSB) sah sich außer Stande, einen weiteren Prädikatstermin zu vergeben. Damit den Motorsportfans trotzdem ein hochklassiges Sportprogramm geboten werden kann, wurde eine Vereinbarung zwischen dem ADAC Nordrhein MX-Cup und dem DAMCV (Deutscher Amateur Motocross Verband) getroffen, die den Amateursport auf ein neues Level heben soll.
von Roland Beyer 1. März 2025
Am Karnevalssamstag fand auf der Eisschnelllaufbahn in Grefrath erstmalig ein Mofarennen im Rahmen eines Teilemarktes und einer Show statt. Mit am Start Marcel Gellings, aktiver Motocrosser vom Motorclub und sonst auch beim Mofacross unterwegs. Als Schrauber stand ihm Michael Dammann zur Seite.
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2025 wollen wir den Sportbetrieb weiter verbessern. Dazu hat der ADAC Nordrhein MX-Cup Vereinbarungen mit dem DAMCV und Hessencup getroffen und seine Einschreibung auf Online umgestellt sowie das Regelwerk und die Klasseneinteilung weiter angepasst.
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Fotos vom Sonntag, 20. Oktober 2024 | Experten
von Roland Beyer 26. September 2024
Erwin Unshelm verstarb nach längerer Krankheit am 28. August 2024 im Alter von 70 Jahren. Über vier Jahrzehnte hatte er den ADAC Motorclub Kamp-Lintfort durch sein ehrenamtliches Engagement nach vollen Kräften unterstützt. Bis zum Jahr 2006 waren Erwin und seine Gitti, die ihre Motorsportbegeisterung mit ihrem Mann teilte, ein zuverlässiges Team. Gemeinsam engagierte sich das Ehepaar 24 Jahre bei der Organisation des traditionellen Motocross am 1. Mai auf der Rennstrecke am Eyller Berg, bis ins Jahr 2006, als Brigitte Unshelm viel zu früh verstarb. Im Jahr 1979 sprang der Funke beim ersten Rennbesuch über. Besonders begeistert waren die Beiden von den Männern in den Seitenwagen und ihren waghalsigen Fahrten .Drei Jahre später war das Ehepaar Unshelm dann hautnah am Renngeschehen dabei, als jeder einen Platz als Streckenposten besetze und so nicht nur für die Sicherheit der Rennfahrer sorgte sondern auch das Renngeschehen von exponierter Stelle verfolgen konnte Ab 1987 wechselten dann die Aufgaben. Während Erwin in die Organisation der Startaufstellung rückte, übernahm Brigitte die Fahrerkontrolle. Trotz seiner schweren Erkrankung erfüllte war Erwin Unshelm bis zum vergangenen Rennen 2024 noch seine Aufgabe – wenn auch nicht mehr mit voller Kraft. Da stand ihm sein Sohn Marvin tatkräftig zur Seite. Im Jahr 2010 war er in das „Vorstart“-Team eingetreten und wurde vom Vater in die Funktionärtätigkeit eingearbeitet. Durch den Tod von Erwin Unshelm verliert der ADAC Motorclubs Kamp-Lintfort einen treuen Mitstreiter. Seiner Familie und seinen Freunden wird er als liebevoller, fröhlicher, zuverlässiger Vater und Freund fehlen.
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Alljährliches Offroad-Training im Oktober für Jedermann
von Roland Beyer 27. Juni 2024
Einer der zuverlässigsten Streckenposten der alten Garde des MCKALI ist leider von uns gegangen. Schön das er unsere Veranstaltung am 1. Mai noch mal besuchen konnte. Paul Thiel ist am vergangenen Dienstag verstorben. Die Beisetzung ist schon morgen, Freitag, den 28. Juni 2024 auf Kamp, im Anschluss einer Messe, die um 10 Uhr im Kloster stattfindet.
von Roland Beyer 4. Juni 2024
Das deutsch-belgische Gespann fand vor vier Jahren zusammen und machte in Sachen Fahrtechnik und Teamwork stetig Fortschritte. Aktuell liegt Jan Hoormann vom Motorclub Kamp-Lintfort mit seinem Beifahrer Andy Schlinnertz auf Rang sieben in der Deutschen Meisterschaft – trotz eines Ausfalls beim letzten Rennen im Thüringischen Geisleden. Zum ersten WM-Einsatz überhaupt machte sich das Team vor zwei Wochen auf den Weg nach Plomion in Frankreich , wo auch Qualifikation am Samstag für Rennen glückte. Nicht so glücklich lief es jedoch in den Rennen am Sonntag. Ein Ausfall und Platz 25 waren nicht die erhofften Resultate. Am vergangenen Wochenende führte die Reise dann zum zweiten WM-Lauf ins tschechische Kramolin . Nach heftigem Regen stand die Piste am Samstag weitgehend unter Wasser. Die angesetzten Trainings und Qualifikationsrennen wurden komplett abgesagt. Am Sonntagmorgen war die Strecke wieder befahrbar. Trotz der schwierigen Bedingungen waren die von „Weber #Werkeholics“ gesponserten Hoormann/Schlinnertz schnell genug, um sich einen Startplatz für die beiden Rennen zu sichern.
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