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Abwechslung beim 71. Motocross am Eyller Berg

Roland Beyer • 8. Februar 2024

Programm für das ADAC-Motocross am 1. Mai 2024 in Kamp-Lintfort steht

MX Nationals + Ladies Cup

Nach dem hochklassigen Sportprogramm beim Jubiläumsmotocross im vergangenen Jahr wollten die Verantwortlichen des Motorclubs auch in diesem Jahr das Niveau für die beliebte Traditionsveranstaltung halten. Ralf Janßen und Jörg Bekkering nahmen als Vertreter des ADAC Motorclubs Kamp-Lintfort an der Terminkonferenz beim Deutschen Motorsportbund (DMSB) teil. Seit letztem Jahr läuft dort die Deutsche Motocross-Meisterschaft unter dem griffigen Label „DMX“.
Die Vertreter des Motorclubs konnten für das Rennen am 1. Mai mit der DMX Open und DMX Quad erneut zwei Prädikatsklassen im Kalender der MX Nationals platzieren. Indes kümmerte sich Sportleiter Stephan Lohmann um die Komplettierung des Sportprogramms. So kon
 nte er die Frauen vom DMV Ladies Cup für einen Start am Eyller Berg gewinnen. Die Ladies sind seit vielen Jahren in einer eigenen Rennserie unterwegs und dort ihren Champion ausfahren.

Open DM der "Big Boys"

In der DMX Open ist die Action auf der Piste garantiert. Bei den Solisten ist „Airtime“ ist angesagt, wenn das Fahrerfeld mit deutschen wie auch ausländischen Topfahrern über die mit Sprunghügeln gespickten Piste fliegt.
In dieser offenen Klasse können Teilnehmer bei freier Wahl der Motoren mit Maschinen bis 650 Kubikzentimeter starten - ob mit Zwei- oder Viertaktmotor. Die Fahrer der Soloklasse MX Open kämpfen in einer Serie von 8 Rennen um die Deutsche Meisterschaft. Nach dem Auftakt im März auf der schwäbischen Alb in Schnaitheim, treten die "Big Boys" in der Klosterstadt am Niederrhein zum zweiten Kräftemessen an. Die Fans hoffen natürlich wieder auf einen erfolgreichen Auftritt der Lokalmatadoren Vinni Gallwitz und Gianluca Ecca, die 2023 am Eyller Berg gute Auftritte gegen starke Konkurrenz hatten. Gallwitz mit Platz 6 und Ecca auf Platz 9, der die Position 6 aus dem Zeittraining leider nicht optimal verwerten konnte.

DMX Quad

Kaum weniger spektakulär gehen die Piloten der DMX Quad zu Werke, die 2018 ihren letzten Auftritt am Eyller Berg hatten. Auch die vierrädrigen Vehikel jagen mit vollem Speed über die Hindernisse, begeistern zudem das Publikum mit wilden Drifts.

In den letzten beiden Jahren befindet sich die deutsche Quadszene im starken Aufwind. Bei den acht Rennen vergangenen Saison konnten sich 75 Fahrer aus 10 Nationen in die Punktelisten der Europa offenen Meisterschaft eintragen. Wegen der guten Resonanz bei Fahrern und Veranstaltern wurde in diesem Jahr noch ein Termin für die Meisterschaft draufgepackt. Nach dem ostdeutschen Hänchen und dem hessischen Aufenau steht dann Kamp-Lintfort auf dem Fahrplan. Mit ein Verdienst dieser Entwicklung ist das Engagement von Sina Willmann.

Sie ist seit vielen Jahren als Quadfahrerin beim Motocross aktiv und muss sich stets gegen die männliche Konkurrenz behaupten.

Zudem kümmert sich die Lehrerin aus dem Oberbergischen Morsbach im Hintergrund um die Organisation der Deutschen Meisterschaft der Quads und ist mitverantwortlich, dass die Fahrer aus ganz Europa ans Startgatter rollen. „Ich beginne immer am Saisonende die einzelnen Veranstalter zu kontaktieren und auf der Veranstaltertagung den Kalender zu erstellen. Dann geht es daran, Werbung zu machen, die Fahrer zu informieren und bei Fragen und Problemen insbesondere die ausländischen Teilnehmer zu unterstützen“, so die „Mutter“ der Quadszene.

Für Sina Willmann war die Saison 2023 nicht nur organisatorisch mit viel Arbeit verbunden, sondern auch die sportliche Vorbereitung erforderte maximalen Einsatz. Es waren so viele starke Fahrer am Start, dass sie schon in der Qualifikation um einen der 30 Startplätze kämpfen musste. Und auch die Tatsache, dass viele junge Fahrer dabei sind, ist zu begrüßen, doch diese machen ihr das Leben nicht leichter. Ihr Resümee: „Dennoch konnte ich mit der Saison 2023 zufrieden sein, was mich dazu motiviert hat, die neue Saison zu planen, damit auch 2024 wieder ein internationales Feld am Start steht.“

DMV Ladies Cup erstmals am Eyller Berg

Um auch neue Wege zu beschreiten, will der Motorclub mit dem DMV Ladies Cup den Motorsportfans erstmal pure Frauenpower auf dem Eyller-Berg-Kurs präsentieren. Auch hier steht mit Larissa Papenmeier eine aktive Sportlerin mit in der Organisation der Rennserie und ist Ansprechpartnerin für die veranstaltenden Clubs. Die aktuell stärkste deutsche Motocrosserin, die 2023 ihren zehnten Titel beim DMV Motocross Ladies Cup einfuhr, ist seit vielen Jahren auch bei der FIM Women’s Motocross World Championship (WMX) sehr erfolgreich unterwegs. Bronze für die zierliche Dame aus Bünde 2016, 2020 und 2022. Zudem noch Platz zwei mit dem deutschen Team beim Mannschaftswettbewerb (MXoEN) 2019. Im letzten Jahr ergänzte noch Rang sieben die Erfolgsbilanz der 33-jährigen Sportlerin, die die Saison 2024 mit der Unterstützung von Honda Deutschland auf einer CRF250R bestreiten wird.

Auch bei den übrigen Teilnehmerinnen ist ebenfalls reichlich Qualität vorhanden, um den Zuschauern attraktive Rennen zu zeigen und Werbung für das Frauen-Motocross zu machen.

von Roland Beyer 1. April 2025
Der Kamp-Lintforter Motorclub wurde bei der Planung des diesjährigen Motocross-Rennens mit dem Umstand konfrontiert, dass der Traditionstermin am 1. Mai durch eine enge Terminfolge von ADAC MX Masters am 26./27.4 und DM-Rennen in allen Soloklassen am 3./4. Mai in Dolle „eingerahmt“ war. Hinzu kam noch der am selben Wochenende im Niederländischen Oss terminierte WM-Lauf der Sidecars. Der Deutsche Motorsport Bund (DMSB) sah sich außer Stande, einen weiteren Prädikatstermin zu vergeben. Damit den Motorsportfans trotzdem ein hochklassiges Sportprogramm geboten werden kann, wurde eine Vereinbarung zwischen dem ADAC Nordrhein MX-Cup und dem DAMCV (Deutscher Amateur Motocross Verband) getroffen, die den Amateursport auf ein neues Level heben soll.
von Roland Beyer 1. März 2025
Am Karnevalssamstag fand auf der Eisschnelllaufbahn in Grefrath erstmalig ein Mofarennen im Rahmen eines Teilemarktes und einer Show statt. Mit am Start Marcel Gellings, aktiver Motocrosser vom Motorclub und sonst auch beim Mofacross unterwegs. Als Schrauber stand ihm Michael Dammann zur Seite.
von Roland Beyer 27. Februar 2025
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von Roland Beyer 30. Dezember 2024
2025 wollen wir den Sportbetrieb weiter verbessern. Dazu hat der ADAC Nordrhein MX-Cup Vereinbarungen mit dem DAMCV und Hessencup getroffen und seine Einschreibung auf Online umgestellt sowie das Regelwerk und die Klasseneinteilung weiter angepasst.
von Roland Beyer 20. Oktober 2024
Fotos vom Sonntag, 20. Oktober 2024 | Experten
von Roland Beyer 26. September 2024
Erwin Unshelm verstarb nach längerer Krankheit am 28. August 2024 im Alter von 70 Jahren. Über vier Jahrzehnte hatte er den ADAC Motorclub Kamp-Lintfort durch sein ehrenamtliches Engagement nach vollen Kräften unterstützt. Bis zum Jahr 2006 waren Erwin und seine Gitti, die ihre Motorsportbegeisterung mit ihrem Mann teilte, ein zuverlässiges Team. Gemeinsam engagierte sich das Ehepaar 24 Jahre bei der Organisation des traditionellen Motocross am 1. Mai auf der Rennstrecke am Eyller Berg, bis ins Jahr 2006, als Brigitte Unshelm viel zu früh verstarb. Im Jahr 1979 sprang der Funke beim ersten Rennbesuch über. Besonders begeistert waren die Beiden von den Männern in den Seitenwagen und ihren waghalsigen Fahrten .Drei Jahre später war das Ehepaar Unshelm dann hautnah am Renngeschehen dabei, als jeder einen Platz als Streckenposten besetze und so nicht nur für die Sicherheit der Rennfahrer sorgte sondern auch das Renngeschehen von exponierter Stelle verfolgen konnte Ab 1987 wechselten dann die Aufgaben. Während Erwin in die Organisation der Startaufstellung rückte, übernahm Brigitte die Fahrerkontrolle. Trotz seiner schweren Erkrankung erfüllte war Erwin Unshelm bis zum vergangenen Rennen 2024 noch seine Aufgabe – wenn auch nicht mehr mit voller Kraft. Da stand ihm sein Sohn Marvin tatkräftig zur Seite. Im Jahr 2010 war er in das „Vorstart“-Team eingetreten und wurde vom Vater in die Funktionärtätigkeit eingearbeitet. Durch den Tod von Erwin Unshelm verliert der ADAC Motorclubs Kamp-Lintfort einen treuen Mitstreiter. Seiner Familie und seinen Freunden wird er als liebevoller, fröhlicher, zuverlässiger Vater und Freund fehlen.
von Roland Beyer 20. September 2024
Alljährliches Offroad-Training im Oktober für Jedermann
von Roland Beyer 27. Juni 2024
Einer der zuverlässigsten Streckenposten der alten Garde des MCKALI ist leider von uns gegangen. Schön das er unsere Veranstaltung am 1. Mai noch mal besuchen konnte. Paul Thiel ist am vergangenen Dienstag verstorben. Die Beisetzung ist schon morgen, Freitag, den 28. Juni 2024 auf Kamp, im Anschluss einer Messe, die um 10 Uhr im Kloster stattfindet.
von Roland Beyer 4. Juni 2024
Das deutsch-belgische Gespann fand vor vier Jahren zusammen und machte in Sachen Fahrtechnik und Teamwork stetig Fortschritte. Aktuell liegt Jan Hoormann vom Motorclub Kamp-Lintfort mit seinem Beifahrer Andy Schlinnertz auf Rang sieben in der Deutschen Meisterschaft – trotz eines Ausfalls beim letzten Rennen im Thüringischen Geisleden. Zum ersten WM-Einsatz überhaupt machte sich das Team vor zwei Wochen auf den Weg nach Plomion in Frankreich , wo auch Qualifikation am Samstag für Rennen glückte. Nicht so glücklich lief es jedoch in den Rennen am Sonntag. Ein Ausfall und Platz 25 waren nicht die erhofften Resultate. Am vergangenen Wochenende führte die Reise dann zum zweiten WM-Lauf ins tschechische Kramolin . Nach heftigem Regen stand die Piste am Samstag weitgehend unter Wasser. Die angesetzten Trainings und Qualifikationsrennen wurden komplett abgesagt. Am Sonntagmorgen war die Strecke wieder befahrbar. Trotz der schwierigen Bedingungen waren die von „Weber #Werkeholics“ gesponserten Hoormann/Schlinnertz schnell genug, um sich einen Startplatz für die beiden Rennen zu sichern.
von Roland Beyer 23. Oktober 2023
Für das 16. Open Track am 21. und 22. Oktober auf der Motocrosspiste in Kamp-Lintfort hatten sich Motocrosser und Enduristen vom gesamten Niederrhein, aber auch aus dem Ruhrgebiet und dem tiefsten Westfalen angemeldet. Aber auch die Anreise aus dem Rheinland, der Eifel und dem Oberbergischen war einigen Teilnehmern nicht zu weit. Anhaltende Regenfälle vor dem Wochenende hatten die Rennstrecke an vielen Stellen knietief unter Wasser gesetzt, sodass ein sinnvoller Fahrbetrieb nicht möglich war. Eine Absage des Events schien das einzig Sinnvolle.
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