Die Schlacht ist geschlagen

Kampf gegen den Staub nach langer Trockenheit


Wasser marsch!

Nach der langen Trockenheit kämpften die Männer vom Bahnbauteam durch tagelanges Bewässern der Stecke gegen den Staub. Doch der Kampf wurde nicht an allen Stellen gewonnen. Die Sicht war in ersten Lauf noch den Umständen nach sehr gut, im zweiten Durchgang gab es dann doch einige Staubwolken.

Das hielt die Akteure aber nicht davon ab, die zahlreichen Zuschauer mit spannenden Rennen bestens zu unterhalten.

Deutsche Meisterschaft 125 ccm (MX2)

Daniel Siegl rehabilitierte sich mit zwei Laufsiegen

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Daniel Siegl

Beim Auftakt zur Deutschen Meisterschaft der 125er-Klasse rehabilitierte sich Daniel Siegl mit zwei Laufsiegen, nach dem er im vergangenen Jahr beim traditionellen ADAC Motocross in Kamp-Lintfort durch Krankheit geschwächt nur auf Rang sieben landete.
Dabei profitierte der Cottbusser im ersten Lauf von den schlechten Starts seiner härtesten Widersacher. Der Yamaha-Fahrer übernahm ab der zweiten Runde selbst die Führung vom Neuseeländer Blake Gillard. Derweil mühten sich Titelverteidiger Alexander Ivanutin von Platz 12 und Vizemeister Florent Richier von Platz 15 durch das Feld.
Im zweiten Lauf unterstrich Siegl seine Meisterschftsambitionen und hielt die Konkurrenten Wybo, Richier und Ivanutin, die diesmal besser vom Starbalken kamen, sicher in Schach.
Ein starkes Rennen fuhr Jürgen Wybo. In Lauf 1 hatte der Belgier genug Kampfgeist um vom fünften Rang zu Beginn des Rennens bis auf den zweiten vorzufahren. Der zweite Start brachte dem Kawasakifahrer als Neunter eine noch schlechtere Ausgangsposition. Die Aufholjagd endete auf Rang vier, der für den zweiten Platz in der Gesamtwertung vor Ivanutin reichte. Der Russe hatte durch zwei dritte Plätze ebenfalls 40 Punkte musste sich aber mit dem dritten Platz auf dem Siegerpodest begnügen. Florent Richier verbaute sich durch den sechsten Platz im ersten Lauf ein besseren als den vierten Gesamtrang. Obwohl der Franzose schon im Training die beste Rundenzeit hinlegte und im zweiten Lauf die schnellste Rennrunde drehte, reichte es nicht Siegl zu überholen und einen Laufsieg zu landen.

Int. Deutsche Meisterschaft Seitenwagen

Andy Bürgler und Martin Betschart siegten beiden Läufen unangefochten

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Andy Bürgler/Martin Betschart (6) und
Bertram Martin/Bruno Kälin (68)
beim Start am Eyller Berg in Front

Bei den Seitenwagen war die Ausgangslage nach bereits zwei absolvierten Meisterschaftsrunden richtig spannend. Die schweizerische Kombination Andy Bürgler und Martin Betschart kam als Führende in die Bergbaustadt mit gerade zwei Punkten Vorsprung auf das österreichisch-schweizerische Team Bertram Martin und Bruno Kälin. Die beiden hatten Bürgler/Betschart beim vorhergehenden Meisterschaftsrennen in Wächtersbach in beiden Läufen besiegt.
Die Führenden der DM-Wertung ließen sich nicht nervös machen und siegten nach Trainingsbestzeit in beiden Läufen unangefochten. Lediglich im ersten Lauf ließen sie den Gespannen aus den Niederlanden Derks/Derks und Visser/Visser für drei Runden den Vortritt. Für Martin/Kälin wurde der Tag der Arbeit ein rabenschwarzer. Ein klemmender Gasgriff bescherte dem Alpenduo einen Ausflug in den Maschendrahtzaun der Streckenbegrenzung und am Ende einen mageren DM-Punkt. Nach dem zweiten Start kam es noch schlechter. Ein Überschlag machte alle Hoffnungen auf ein gutes Rennen zunichte und drei Runden später war der Einsatz endgültig und punktelos beendet.
Der amtierende Meister und WM-Dritte 2006 Marko Happich mit seinem schweizerischen Beifahrer Meinrad Schelbert hatte in dieser Saison bereits einigen technischen Hader. Der blieb ihm auch am Eyller Berg treu. In beiden Läufen verrichtete die Kupplung ihren Dienst nicht ordnungsgemäß. Im ersten Lauf fuhr der Champion von Platz 8 zügig auf den zweiten Rang. Zum Ende des Rennens mussten Happich/Schelbert die Gebrüder Derks wieder zeihen lassen, konnten aber die heraneilenden Metz/Hilpert noch hinter sich lassen. Der zweite Lauf verlief für Happich/Schelbert fast wie der erste. Nach dem Start auf Rang 10 war am Ende die dritte Position hinter Jan und Jeroen Visser Endstation.
Durch eine grandiose Aufholjagd retteten Thijs und Roy Derks den dritten Platz in der Tageswertung. Zu Beginn waren die Oranjes nur auf Platz 19. Eine beherzte Fahrt für die beiden Tulpensöhne dann noch bis auf die siebte Position. Einen Wermutstropfen gab es für das holländische Team. Ihr Mechaniker stürzte beim Aussteigen vom Transporter und zog sich einen schweren Beinbruch zu.

ADAC Clubsport-Klasse

Report von Niels Juhlke für den ADAC-Sportreport

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Sven Garcke (88), Freddy
Verherstraeten (1), Jeff Rothkegel (22)

Der 1. Mai ist in Deutschland seit 88 Jahren ,,Tag der Arbeit" und zugleich gesetzlicher Feiertag und so nutzt der örtliche Motorsportclub diesen Feiertag seit über 50 Jahren um das traditionelle Eyller Berg Motocross Rennen auszutragen. Mit einer Freestyleshow am Vorabend und einer Tanzveranstaltung in den Mai im Festzelt unmittelbar an der Start- und Zielgerade gelegen, sorgte der Veranstalter dafür, das alle auf ihre Kosten kamen. Vor einer Zuschauerkulisse von ca. 5.000 Racingfans und bestem Wetter wurde dann am Renntag um die Preise des Bürgermeisters gefightet. Drei Rennklassen waren am Start, die DM Seitenwagen, DM 125 und die Clubklasse, die zu 80 % aus nordrheinwestfälischen Startern bestand. Dort waren dann Fahrer am Start die tief mit der Szene verwurzelt sind. Ein Streckenbauer der in Europa's Supercrosshallen mit seinen Traks die Fans begeistert, ein Motocrossschulen Direktor, ein Motocrossteambesitzer der sich zugleich um die Fahrwerksbelange vieler Cross- und Enduropiloten kümmert und Fahrer die in allen erdenklichen Klassen in der Vergangenheit am Start waren. Pünktlich um 14:40 Uhr fiel dann das Startgatter zum 1. Renndurchgang und Carsten Brzoska bog gefolgt von Jürgen Küppers und Ansga Kranen in die erste Kurve ein. In der zweiten Runde heulten dann die Sirenen der Einsatzfahrzeuge auf und der Rennleiter schwenkte die rote Flagge, was Rennabbruch bedeutete. Ein Fahrer war gestürzt und blieb regungslos liegen und die Rettungskräfte vor Ort ließen ihm sofort sämtliche medizinische Erstversorgung zukommen. Für die Rennfahrer bedeutet dies dann zurück in den Vorstart, Getränke fassen und Neustart, der kurze Zeit später vollzogen wurde. Die beiden folgenden Renndurchläufe lieferten dann alles das was sich das Publikum erhofft hatte, spannende Zweikämpfe, showartige Flugeinlagen und spannendes Motocross aus dem dann Jürgen Küppers als Sieger hervorging. Nächstes Jahr, vorausgesetzt der 1. Mai ist noch gesetzlicher Feiertag und die Bundesregierung nimmt weiterhin Rücksicht auf die Bedürfnisse der arbeitenden Bevölkerung, werden die alten Haudegen wieder in Kamp-Lintfort um Platzierung, Podeste und um Preise des Bürgermeisters fighten.

Aktualisierung: 25.12.2008 - 20:05 / Redakteur: Roland Beyer
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