Eine Schlammpackung für alle

Open Track auf dem Eyller-Berg-Kurs am 7./8. Oktober 2017

In den Wochen vor dem Ereignis hatte das Organisationsteam des ADAC Motorclubs Kamp-Lintfort die international bekannte Rennstrecke am Eyller Berg für das Open Track bestens präpariert. Doch die Regenfälle vor und an diesem Wochenende hatten eine nachhaltige Wirkung. Wegen der Naturschutzauflagen besitzt die Bahn keine Drainagen, so dass sich großen Wasserlachen und Schlammpassagen bildeten, die nicht mehr beseitigt werden konnten. Die schlechten Bedingungen drückten etwas die Stimmung bei den Einsatzkräften aber auch bei den Fahrern.

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Auf den höher gelegen Streckenteilen war die Piste gut zu befahren und ließ echte Fahrfreude aufkommen. Hier ein gestandener Endurofahrer in voller Montur im "Zweikampf" mit einer Jung-Motocrosserin.

So wurde die 11. Auflage der herbstlichen Trainingsfahrt ein echter „Offroad“-Ritt" der mehr Geländefahrt als Motocross war. Vor allem die Kinder haderten mit den Bedingungen, die es mit den kleinen Rädern am schwersten hatten.
Trotzdem mobilisierte die Veranstaltung noch knapp 100 unentwegte Motocross- und Enduro-Freunde nicht nur vom gesamten Niederrhein. Selbst aus dem westfälischen Geseke fanden zwei Teilnehmer den Weg in die Klosterstadt: "Alle Trainingsstecken in unserer Region stehen total unter Wasser", gaben die beiden an. Aber auch Mitglieder des Motorclubs ergriffen die Gelegenheit ihre Schlammfahrkünste zu beweisen.

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Die allradgetriebenen ATVs sind normalerweise Arbeitsgeräte für Land- und Forstwirtschaft aber auch bestens für Schlammfahrten auf der Motocrossbahn geeignet. Notfalls können die kleinen Monster sich mit der angebauten Seilwinde selbst aus dem Sumpf ziehen. Die folgenden Sidecarfahrer halten Respektabstand.

Um den organisatorischen Ablauf der Fahrbetriebs kümmerten sich die Sportkommissare Jörg Bekkering und Stephan Lohmann. Sie reagierten bereits bevor der erste Fahrer versuchte die Piste zu bewältigen und nahmen zwei kritische Passagen aus der Streckenführung.

"Richtig Bock" auf das schwere Geläuf hatten vier "Extremisten" auf ihren ATVs mit Allradantrieb. Die Fahrer dieser Vehikel mit einem Gewicht von rund 300 Kilogramm lieben und suchen solche Herausforderungen.

Selbst in den Fahrtpausen wurden die kleinen Monster als Schlepper eingesetzt, um im Fahrerlager festgefahrene PKW wieder flott zu machen.
Stürze verliefen wegen des weichen Untergrunds meist glimpflich, so dass der Trupp vom Roten Kreuz nur kleinere Blessuren verarzten musste.
In den kommenden Tagen wird die Motocrossbahn für den Fahrbetrieb wieder gesperrt und kann dann intensiv von Spaziergängern genutzt, bis zum nächsten Motocross am 1. Mai 2018.

Bilder mit und ohne Schlamm auf Facebook

von Stefan Büschken

Vorerst 3 Galerien mit reichlich Fotos auf unserer Facebook-Seite.

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Selbst einige Sidecarteams ließen sich von den Bedingungen nicht schrecken und balancierten ihre dreirädrigen Gefährte kunstvoll durch die tiefen Rillen.

Aktualisierung: 10.10.2017 - 22:28 / Redakteur: Roland Beyer
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Kinder- & Jugendcrosser

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Rund 10 Kinder und Jugendliche kamen frohen Mutes zum Open Track. Beim Fahren auf der schweren Piste hatte sie dann allerdings ihre liebe Mühe. (Foto: Stefan Büschken)

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Einige Zoll für die Räder und ein paar PS mehr - dann läüft es schon besser durch die "Mocke". (Foto: Stefan Büschken)

Clubfahrer

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Auch einige Mitglieder des Motorclubs ergriffen die Gelegenheit ihre Schlammfahrkünste zu beweisen, wie hier Andreas Heiß auf dem Quad. (Foto: Stefan Büschken)

Amphibienfahrzeuge im Einsatz

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Die ATV-Dompteure bewiesen die Amphibienqualitäten ihrer Vehikel. Am Ende nahmen sie auf eigen Wunsch auch einen gesperrten Streckenabschnitt unter die Räder. (Foto: Stefan Büschken)