12 Stunden Quad-Racing in Pont de Vaux

Stresstest für Mensch und Maschinen

Jedes Jahr im August treffen im französischen Pont de Vaux in der Nähe von Lyon ca. 120 Teams zum größten europäischen Quad-Rennen. Seit mittlerweile 30 Jahren gilt das zwölfstündige Event, bei dem die Teams mit bis zu drei Piloten an den Start gehen, als absolute Zerreißprobe für die Teilnehmer und das Material.

Und das E.-ATV vom Niederrhein ist schon seit über 10 Jahren am Start.

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Schon seit über 10 Jahren ist das E.-ATV vom Niederrhein mit dabei und war 2016 gleich mit zwei Teams mit unterschiedlichen Quads vor Ort. Chef Clemens Eicker war selbst nach einem Armbruch am Start gehindert. Für ihn verstärkte Roland Hackebeil Team 1 mit Ralf Hoormann und Christian Stienen auf der E.-ATV 1000 Superenduro. Team 2 (rechts) bildeten Sebsatian Lodder, Mike Vutz und Robin Grieven. auf der neuen E-ATV 450 SX-F.

Enttäuschung pur bei Hoormann, Hackebeil und Stienen

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Eine Rennstrecke ist kein Chemielabor. Bei Team 2 gab es keine Probleme mit der Kraftstoffversorgung.

Weit war das Team 1 nicht gekommen. Enttäuschung pur bei Hoormann, Hackebeil und Stienen, die ihren 1000-Kubikzentimeter-Boliden bereits nach dem ersten Durchgang abstellen mussten. Verunreinigtes Benzin hatte die Maschinerie total lahmgelegt. Gleich zehn weitere Teams ereilte das gleiche Schicksal. Sie hatten ebenfalls ihren Treibstoff an der Dorftankstelle beschafft. Eine Instandsetzung unter den staubigen Bedingungen an der Strecke erschien aussichtslos und der bittere Entschluss hieß aufgeben.

Freude pur bei Lodder, Vutz und Grieven

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Die E-ATV 450 SX-F lief wie ein Schweizer Uhrwerk und zeigte sich auch beim Speed dem Wettbewerb mit den großen Motoren ebenbürtig.

Weitaus besser lief es dagegen für Lodder, Vutz und Grieven. Obwohl die Drei bei Temperaturen von über 35 °C sehr mit der Hitze zu kämpfen hatten: „Wir mussten zweimal den Fahrer wegen Kreislaufproblemen wechseln und konnten die ursprünglich geplante 1-Stopp-Strategie nicht durchziehen“, so Sebastian Lodder zu den Ereignissen. Zu allem Übel hatte Mike Vutz sich in der Schlussphase des ersten Durchgangs bei einer Kollision mit einem Konkurrenten noch eine Rippe geprellt. Nach vier Stunden sahen die Jungs auf Rang 35 die Zielflagge.

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Robin Grieven beim "Höllenritt" auf der knüppelharten Schüttelpiste von Pont de Vaux

Im zweite Rennen gab es einen guten Start und dann trotz Staub und Dunkelheit keine Zwischenfälle. Das Quad mit nur 450 Kubikzentimetern Hubraum lief wie ein Schweizer Uhrwerk und zeigte sich auch beim Speed dem Wettbewerb mit den großen Motoren ebenbürtig. Die Protagonisten vom Niederrhein kämpften sich dann fünf Stunden durch die Nacht auf Platz 28.
Am Sonntag dann „nur noch“ der letzte Rennlauf von drei Stunden. Mike Vutz legte in der ersten Stunde Platz 22 vor.

Dann der Fahrerwechsel zu Robin Grieven, die letzten zwei Stunden mit konstant sehr guten Zeiten das Team mit Rang 24 auf Kurs hielt. In der Gesamtwertung ergab das einen hervorragenden 25. Platz und Freude pur beim Team über das gute Ergebnis. Sehr stolz waren alle Drei, dass sie mit dem kleineren Motor in der "Hölle von Pont de Vaux" zum zweiten mal in Folge die Zielflagge sahen.


Ohne Sponsoren geht es nicht

Ohne Sponsoren wäre die Teinahme einer Veranstaltung dieser Art kaum möglich:
E.-ATV Racing / Autohaus Weber/ Zweirad Volt / Motorrad Heymann/ BAUMA / MC Kamp-Lintfort / Physiotherapie Bernhard&Mildenstein / Reisebüro Horn / Goldspeed Schuurmann/ Quartett/ Privinzial/ Vutz Service/ Reitstall Westerweck / asb Baustoffe / Maxxis


Aktualisierung: 20.09.2016 - 17:33 / Redakteur: Roland Beyer
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Das Erfolgstrio. Erschöpft, leicht lädiert, aber happy im Ziel, von links: Robin Grieven, Mike Vutz und Sebsatian Lodder

12 Stunden Dauerstress

12 Stunden Dauerstress, auch mit Fahrerwechsel, das hält keiner aus. So hat der Veranstalter – um die Fahrer nicht unnötig zu gefährden - die Fahrt in 3 Läufe unterteilt. Am Samstagnachmittag vier Stunden volle Pulle Racing auf der knüppelharten Piste mit Fahrerwechsel. In der 2-stündigen Pause dann Regeneration für die Fahrer vor dem absoluten Härtetest: 5 Sunden Nachtfahrt im Licht der eigenen Scheinwerfer. Während dieser Nacht entscheiden sich schon oft die zwölf Stunden von Pont de Vaux. Am Sonntag mobilisieren dann alle Teilnehmer die letzten Kräfte für den dreistündigen Endspurt.
Die Maschinen verbleiben in den Fahrpausen im „Parc fermé“ und dürfen nicht angerührt werden. Schrauben ist nur während der Rennen bei einem Boxenstopp erlaubt.


Bereit für die Dakar – Ein Traum soll wahr werden

(Foto: Georg Bäumel)

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