60 Jahre Motocross auf dem Eyller-Berg-Kurs

Der heißeste Tanz in den Mai 2013


Telegin/Sosnovkikh 1973

Seit 60 Jahren ist die Rennstrecke am Eyller Berg in Kamp-Lintfort in Betrieb.
Bereits 1953 kamen zum ersten Rennen auf dem Eyller-Berg-Kurs 49 Fahrer und 10.000 Zuschauer, die bei schönen Wetter einen abwechslungsreichen Renntag erlebten. Die Veranstaltung übte eine solche Faszination auf die Menschen aus, dass in den kommenden Jahren die Zuschauerzahlen immer weiter stiegen und so den Fortbestand über die nächsten Dekaden, trotz aufkommenden Fernsehens und wachsender Unterhaltungsangebote, sichern sollte.

Der erste Sieger der Klasse über 350 ccm war kein Geringerer als Otto Flimm, später viele Jahre Präsident des ADAC, der auch heute noch vielen Motorrad- und Autofahrern und Begriff ist.

Fahrer auf zwei, drei und vier Rädern kämpfen um die Deutschen Meisterschaft

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Die Solofahrer, seit 60 Jahren am Eyllerbeg zu Gast, stehen wieder unter Starkstrom und liefern sich beinharte Gefechte zu Land und in der Luft. Die Seitenwagen, Lieblinge vieler Zuschauer, haben sich dem Teamwork verschrieben. Durch artistische Aktionen muss der Beifahrer das sensible Gefährt in Gleichgewicht halten. Fahrer auf den skurrilen Vehikeln begeistern nicht nur mit wilden Drifts die Zuschauer, sie heben auch an den Sprüngen ab wie die Solofahrer.

Für den ADAC Motorclub Kamp-Lintfort ist dieses Jubiläum Anlass genug, beim Motocross in der Klosterstadt am Niederrhein seinen treuen Fans und allen Motorsportinteressierten ein noch nie gebotenes Programm zu präsentieren.
Auf dem Traditionskurs werden in drei Klassen Fahrer auf zwei, drei und vier Rädern um die Deutschen Meisterschaft kämpfen.

MX2-Soloklasse (125 cccm 2-Takter/250 ccm 4-Takter), Sidecars mit Teamwork von Fahrer und Beifahrer auf dreirädrigen Gespannen und den Quads, die von ihren Fahrern mit wilden Drifts und heißen Sprüngen um die 1600 Meter langen Rennstrecke gesteuert werden.
Besonders gefreut haben sich Sportleiter Ralf Janßen und der Vorsitzende Gerd Bernhardt, ehemals selbst erfolgreiche Gespannfahrer, dass die Elite der Sidecars nach vierjähriger Unterbrechung wieder mit einem Prädikatsrennen an den Eyller Berg zurückkehrt.

12. Auflage der Freestyleshow

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David Rinaldo, 23-jähriger französiche Yamaha-Fahrer, sonst in der FIM FMX Weltmeisterschaft unterwegs, brachte 2012 mit den verrücktesten Tricks das Kamp-Lintforter Publikum am Eyller Berg zum Staunen.

Seit dem Start 2002 macht Martin Ziegler, Chef von UFP in Kamp-Lintfort, bereits die zwölfte Auflage der Freestyleshow durch sein Engagement  möglich. Mit ihren Auftritten sorgen drei Freestyler der Extraklasse beim traditionellen Motocross am Eyller Berg für Staunen und erhöhten Pulsschlag bei den Fans, wenn die wilden Kerle bei ihren haarsträubenden Tricks auf, neben und unter ihren fliegenden Maschinen alles riskieren.

Traditionell steht auch der "Heißeste Tanz in den Mai" am 30. April auf dem Plan. Die Veranstaltung im Festzelt mit toller Partystimmung begeistert Gäste aus Kamp-Lintfort und Umgebung aber auch die weitgereisten Motorsportfans schon seit Jahren.

Aktualisierung: 20.09.2017 - 17:37 / Redakteur: Roland Beyer
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MX2-DM: Schiffer mit Gaststart in Kamp-Lintfort

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Marcus Schiffer, 2012 Team-Weltmeister, Sieger im ADAC MX-Master und Deutscher Meister der Open-Klasse ist prominentester "Gastfahrer" am Eyller Berg, hier 2012 in der Hitzeschlacht von Grevenbroich bei Temperaturen von weit über 40 °C.

Blick zurück

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Die Gruppe um Paul Heiermann (zweiter von links) schuf durch größtenteils harte Handarbeit eine in Deutschland einmalige Rennstrecke.
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In der Mitte Otto Flimm auf seiner Matchless, der nach dem Auftaktsieg im Vorjahr auch 1954 siegte, mit Kurt Bosch (ADAC Gau Nordrhein) und Willi Roiltzheim (mit Zigarette), der jahrelang als Vorsitzender des Clubs in Bielstein viele Weltmeisterschaftsläufe organisierte.
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1971 war dann die Premiere der Seitenwagen, die mit ihrem grollenden Sound die Massen in ihren Bann zogen.